 | Das alte Mathildenstift an der Wahlscheider Straße | |
Nach § 3 soll der jeweilige Pfarrer von Wahlscheid Vorsitzender des Stiftungsvorstandes sein, zu dem auch der Bürgermeister von Wahlscheid, ein Mitglied der Familie Frackenpohl, der Pfarrer von Honrath und ein Mitglied des Presbyteriums Wahlscheid gehören. |  1 9 0 9 – 1 9 4 9 Pfarrer Wilhelm Kauert (Vorstandsvorsitzender von 1909 bis 1949) sorgt in schwierigsten Zeiten dafür, dass hilfebedürftige alte Menschen im Mathildenstift im Sinne des Stifters nach den Möglichkeiten dieser Zeit eine entsprechende Unterstützung finden.
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2 7 . M a i 1 9 0 3
Frackenpohlstiftung:Wilhelm Frackenpohl aus Lohmar- Kreuznaaf schenkt der Evangelischen Kirchengemeinde Wahlscheid ein Wohnhaus an der Wahlscheider Hauptstraße, im Aggerhof, mit Garten- und Ackerland (26 Ar), verbunden mit 10.000 Mark. Die Stiftung soll zum Gedächtnis seiner verstorbenen Frau Mathilden-Stift genannt werden. | Stiftungszweck nach § 1: „ ...würdigen Alten, Schwachen und Kranken der Kirchengemeinden Wahlscheid und Honrath so wie der katholischen Kirchengemeinde Neuhonrath Aufnahme zu gewähren." 
|  6 . J u n i 1 9 0 3 Pfarrer Reinhold Burbach (Vorstandsvorsitzender von 1903 bis 1909), die Kirchmeister Haas und Otto sowie Wilhelm Frackenpohl unterschreiben bei Notar Dr. Ridder in Siegburg den Schenkungsvertrag. |
Das Stifterehepaar Mathilde und Wilhelm Frackenpohl, Kreuznaaf |
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 1 9 5 0 - 1 9 8 3 Pfarrer Fritz Pleuger (Vorstandsvorsitzender von 1950 bis 1983) gibt der Altenpflege in der Evangelischen Kirchengemeinde Wahlscheid entscheidende neue Impulse. Mit richtungweisenden Konzepten wird die Arbeit professionalisiert und durch beeindruckende Neu- und Umbauten auf die Pflegestandards des 20. Jahrhunderts gebracht. Die Kirchengemeinde, der Ort Wahlscheid, die ganze Stadt Lohmar verdanken ihm viel. | 2 8 . A p r i l 1 9 5 0
Das im Krieg stark beschädigte alte Mathildenstift soll in Stand gesetzt und wieder in Betrieb genommen werden.1 9. M a i 1 9 5 0 24.672,40 DM Instandsetzungskosten schätzt Baumeister W. Heuser aus Siegburg. 1 4 . F e b r . 1 9 5 1
Das alte Mathildenstift soll nicht restauriert, sondern an anderer Stelle neu gebaut werden. Diese Entscheidung treffen der Stiftungsvorstand, das Presbyterium der Kirchengemeinde Wahlscheid, die Kommunalgemeinde Wahlscheid und die Kreisverwaltung gemeinsam. Neuer Ort: auf dem Rösemig. Finanzierung: Reparationsmittel für im Krieg zerstörte Kirchengebäude sowie der Verkaufserlös des alten Mathildenstifts. | 2 2 . J u l i 1 9 5 1
Grundsatzdiskussion über die zukünftige Trägerschaft: alte Mathildenstiftung oder neuer kirchlicher Verein? Kirchengemeinde, Kommunalgemeinde, das landeskirchliche Hilfswerk, die landeskirchliche Innere Mission und die Kreisverwaltung verhandeln über Stunden kontrovers. Schließlich favorisieren sie, wegen kürzerer Entscheidungswege und der Möglichkeit von Haftungsbegrenzungen, den eingetragenen Verein. Klare einvernehmliche Position: Die Satzung des neuen Vereins muss gemäß der Mathildenstiftung sicherstellen, dass die Kirchengemeinde Wahlscheid für den Verein maßgeblich bleibt.2 . A u g u s t 1 9 5 1
Der neue Evangelisches Altenheim Wahlscheid e.V. wird ins Vereinsregister eingetragen. | 1 9 5 1 – 1 9 5 9
Vereinigung von Stiftung und Verein, vom Presbyterium und Stiftungsvorstand zwischen 1951 und 1959 immer wieder gewünscht, ist aus rechtlichen Gründen nur schrittweise möglich. Erst Mitte der 70er Jahre kann die Stiftung endgültig in den Evangelisches Altenheim Wahlscheid e.V. aufgehen.1 4 . D e z . 1 9 5 1 Einweihung des Neubaus am Rösemig durch Oberkirchenrat Schlingensiepen. 56 alte Menschen finden ein neues Zuhause. 3 1 . M a i 19 5 3
50 Jahre Mathildenstift: Festgottesdienst und Kranzniederlegung am Grab von Wilhelm Frackenpohl |
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2 1 . J u l i 1 9 5 9
Einweihung des ersten Erweiterungsbaus (1956 – 1959).1 9 6 1 – 1 9 6 4
Bau eines Wohnheimes für Schwestern und Mitarbeiter.
3 1 . J u l i 1 9 6 5
Einweihung der Kapelle ‚Zum Guten Hirten’. | 1 9 6 9 – 1 9 7 0
Bau eines Geschäftsführerhauses mit Einliegerwohnung für Pflegekräfte.1 6 . A p r i l 1 9 7 2
Einweihung des zweiten Erweiterungsbaus. Die von 1969 – 1972 dauernde Baumaßnahme schafft 15 weitere Wohn- und Pflegeplätze.9 . O k t . 1 9 8 1
Einweihung des umfassenden Neu- und Umbaus (1977- 1981), das Evangelische Altenheim bietet jetzt 112 moderne Wohn- und Pflegeplätze sowie ein attraktives Schwimmbad mit medizinischer Badeabteilung. |  1 0 . F e b . 1 9 8 4 Pfarrer Reinhard Bartha übernimmt den Vorstandsvorsitz von Pfarrer i. R. Fritz Pleuger.
1 9 8 5 – 1 9 8 6
Bau und Fertigstellung von 34 Altenwohnungen in Form eines kleinen Dorfes. Planung und Baubegleitung erfolgen wie auch die des Geschäftsführerhauses, des zweiten Erweiterungsbaus sowie des umfassenden Neu- und Umbaus von 1977 bis 1981 zur großen Zufriedenheit des Vorstandes durch Architekt Wilhelm Gatzweiler aus Donrath. | 1 9 9 4 – 1 9 9 8
Pflege 2000 - Erarbeitung einer Milieukonzeption mit umfassenden Beratungen von Vorstand und Beirat durch das Diakonische Werk in Düsseldorf und das Kuratorium Deutsche Altenhilfe in Köln. Blühende Gärten umgeben die Altenwohnungen
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1 9 9 4 – 1 9 9 5
Bau und Fertigstellung der Cafeteria mit Wintergarten durch das Architektenbüro Michael Bruckner.
1 9 9 6
Bau und Einweihung der Abschiedskapelle.
 |  1 9 . O k t . 2 0 0 2 Herr Ernst Hohn trägt durch große Spendenbereitschaft und seinen Nachlass wesentlich zur Verwirklichung hoher Wohnstandards im Evangelischen Altenheim Wahlscheid bei.
| 1 2 . O k t . 2 0 0 3
Einweihung des umfassenden Neu- und Umbaus (1999 – 2003). Die Gesamtkosten, der sich in drei Bauabschnitten vollziehenden Maßnahme, betragen neun Millionen Euro. Planung und Baubegleitung: Architekt Michael Bruckner. Als eines der größten öffentlichen Niedrigenergiehäuser in Deutschland ist das Evangelische Altenheim Wahlscheid mit seinen neuen, großzügigen 95 Einzelzimmern und 12 Doppelzimmern, seinen Qualitätsmanagementsystemen und der modernen Architektur erneut zukunftsweisend. |  1 2 . O k t . 2 0 0 3
100 Jahre Mathildenstiftung: Festwoche, Kunstausstellungen und Gesprächsforen. |
Hohe Wohnqualität bis unter´s Dach ist ein Markenzeichen des Hauses |

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