Besuchskonzept Covid-19-Pandemie (gültig ab dem 1.7.2020)

1. Einführung

Bewohnerinnen und Bewohner, die in Pflegeeinrichtungen leben, haben das Recht auf Teilhabe und soziale Kontakte. Festgelegt ist dies im Wohn- und Teilhabegesetz – WTG – vom 2. Oktober 2014 (GV. NRW. S. 625), das zuletzt durch das Gesetz vom 11. April 2019 (GV. NRW. S. 210) geändert wurde. Allerdings sind diese Menschen durch den SARS-CoV-2-Ausbruch einem erhöhten Risiko für Gesundheit und Leben ausgesetzt. Dies erfordert besondere Maßnahmen, um den Eintrag des SARS-CoV-2-Virus in Pflegeeinrichtungen zu erschweren. Gleichzeitig sind die Bewohnerinnen und Bewohner aber auch vor dem Hintergrund der Epidemie vor sozialer Isolation zu bewahren, da damit ebenfalls erhebliche gesundheitliche Gefährdungen verbunden wären.

Auszug aus der CoronaAVPflegeundBesuche

2. Hygienemaßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos bei Besuchen

2.1. Maßnahmen des Personals

  • Bei jedem Besuch ist eine Registrierung der Besucher erforderlich. Festgehalten werden: Name der Besucher, Datum des Besuchs, besuchter Bewohner, Kontaktdaten, falls nicht vorhanden. Diese Daten müssen 4 Wochen aufbewahrt und anschließend vernichtet werden, sofern sie nicht von der nach §28 Abs. 1 IfSG zuständigen Behörde benötigt werden.
  • Bei jedem Besuch wird ein Kurzscreening auf Basis von L F 4.5.3.4.6 Symptomkontrolle COVID-19 Besucher (Erkältungssymptome, SARS-CoV-2-Infektion, Kontakt mit Infizierten oder Kontaktpersonen gemäß der Richtlinie des Robert-Koch-Instituts) einschließlich – ab dem 1. Juli 2020 – Temperaturmessung durchgeführt. Wenn eine der dort gestellten Fragen bejaht wird, ist der Besuch zu verweigern.
  • Da die Registrierung, die Symptomkontrolle und die Hygienebelehrung und -durchführung seitens unseres Personals koordiniert werden muss, ist eine telefonische Anmeldung weiterhin erforderlich. Die Wege zu den BewohnerInnen werden begleitet, damit möglichst kurze Wege ohne weitere Kontakte gewählt werden können.
  • Jede BewohnerIn kann täglich Besuch erhalten. Diese sind auch am Nachmittag, an Wochenenden und Feiertagen möglich und unterliegen keiner zeitlichen Begrenzung von unter einer Stunde je Besuch. Besuche sind zwischen 09:30 und 11:30 Uhr und zwischen 14:30 und 17:30 Uhr möglich.
  • Die Besuche sind auf je zwei Besuche pro Tag und Bewohner von maximal zwei Personen, im Außenbereich 4 Personen beschränkt.
  • Besuche im Bewohnerzimmer sind ab 01. Juli wieder möglich. Diese Besuche werden nicht mehr begleitet, somit ist eine vertrauliche Atmosphäre wieder gegeben. Während des Besuchs tragen somit die Bewohner und Besucher die Verantwortung für die Einhaltung des Infektionsschutzes im Zimmer.
  • Die Besucherinnen und Besucher haben einen grundsätzlichen Abstand von mindestens 1,5 Metern zur BewohnerIn einzuhalten. Sofern während des Besuchs Bewohner und Besucher eine Mund-Nase-Bedeckung nutzen, und vorher sowie hinterher bei den Besuchern und den Bewohnern eine gründliche Handdesinfektion erfolgt ist, ist die Einhaltung des Mindestabstands nicht erforderlich. In diesem Fall sind auch körperliche Berührungen zulässig. Die zusätzliche Verwendung von Handschuhen ist nicht erforderlich.
  • Falls erneut Covid-19-Infektionen bei Bewohnern oder Beschäftigten auftreten, muss der Besuch in einem gesonderten Besucherbereich stattfinden; diese sind wie folgt festgelegt:
    • AH-Wa: Café, Speisesaal, Terrasse vor dem Café, abgetrennter Bereich auf dem Parkplatz vor dem Café
    • AH-Lo: Innenhof (Terrasse vor dem Café, Pavillon, Terrasse an der Feuerschutztreppe), Café, Mehrzweckraum, Eingangsbereich draußen.

    Grundsätzlich werden Besuche im Freien bevorzugt angeboten.
    Nach dem Besuch werden Kontaktflächen auf bereit gestellten Tischen, Abtrennungen, Glaswänden oder anderen verwendeten Materialien mit Incidin Wipes
    desinfiziert. Wenn Mikrophone eingesetzt werden (nur im geschützten Angebot im AH-Wa), wird nach jedem Besuch der Spuckschutz gewechselt.

    • Im Falle einer Quarantäne- oder Isolationssituation, bei der ein Besuch aufgrund von besonderen Umständen aus ethischer oder medizinischer Sicht erforderlich ist, bekommen die Besucher von der Einrichtung persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt: Schutzkittel, Handschuhe, FFP2-Maske ohne Ventil, (Schutzbrille oder Kopfvisier bei nahem Kontakt). Das Personal wird Besucher zur richtigen Vorgehensweise und Reihenfolge beim Anlegen der Schutzausrüstung unterweisen. Besucher werden nach dem Besuch zum Ausgang begleitet und beim Ablegen der Schutzausrüstung unterstützt.
  • Besucher werden in den erforderlichen Schutzmaßnahmen unterwiesen. Die Unterweisung kann auf Basis des Aushangs (siehe unter 2.2. erfolgen).
  • 2.2. Maßnahmen der Besucher

  • Bitte sehen Sie von Besuchen ab, wenn Sie Symptome einer Covid-19-Erkrankung haben. Zu den Symptomen gehören:
    • Erhöhte Temperatur
    • Halsschmerzen und/oder Schluckbeschwerden
    • Atemnot
    • Geschmacks- und/oder Geruchsverlust
    • Husten
    • Allgemeine Abgeschlagenheit und/oder Leistungsverlust, soweit nicht durch eine bestehende Vorerkrankung erklärbar
    • Starker Schnupfen, soweit nicht durch eine bestehende Vorerkrankung (z.B. Allergien) erklärbar
    • Sonstige Symptome wie Kopfschmerzen, Durchfall, Bindehautentzündung
  • Beantworten Sie bitte beim Eintreffen die Nachfrage wahrheitsgemäß.
  • Sie werden auf möglichst kurzem Wege zu Ihrem Angehörigen begleitet und auch wieder abgeholt. Bitte nutzen Sie für die Abholung die Ihnen bekannte Handynummer:
  • Halten Sie bitte beim direkten Kontakt folgende Regeln ein:
    • Halten Sie den selbst mitgebrachten Mund-Nasen-Schutz bereit und setzen Sie diesen auf, wenn Sie sich der Einrichtung nähern. Setzen Sie den Mund-Nasen-Schutz während des Besuchs nicht ab, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann oder nicht durch bauliche Maßnahmen ein Infektionsrisiko ausgeschlossen ist.
    • Halten Sie mindestens 1,5 – 2 m Abstand zum Bewohner sowie zu anderen Personen, die nicht im gleichen Haushalt leben (z.B. Personal, andere Bewohner oder Begleitpersonen).
    • Vermeiden Sie Berührungen mit Personal, anderen Personen oder Begleitpersonen (z.B. Händeschütteln oder Umarmungen).
    • Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch – und entsorgen Sie das Taschentuch anschließend in einem Mülleimer mit Deckel.
    • Halten Sie die Hände vom Gesicht fern – vermeiden Sie es, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren.
    • Desinfizieren Sie sich bitte Ihre Hände vor und nach dem Besuch mit dem vorgehaltenen Desinfektionsmittel, 2 Hübe 30 Sekunden lang verreiben.
    • Bei längeren Besuchen im Bewohnerzimmer empfehlen wir das Händewaschen mit Seife mehrmals zwischendurch.
    • Sofern Sie und ihre Angehörige während des Besuchs eine Mund-Nase-Bedeckung nutzen und vorher sowie hinterher eine gründliche Händedesinfektion erfolgt, ist die Einhaltung des Mindestabstands nicht erforderlich. In diesem Fall sind auch körperliche Berührungen zulässig. Die zusätzliche Verwendung von Handschuhen ist nicht erforderlich.
  • Die BewohnerInnen dürfen unsere jeweiligen Häuser alleine oder mit Bewohnern, Besuchern oder Beschäftigten verlassen, wenn sie sich dabei an die Regelungen der Coronaschutzverordnung “§ 1 Verhaltenspflichten im öffentlichen Raum, Personengruppen“ halten. Die BewohnerInnen sowie die Besucher tragen die Verantwortung für die Einhaltung des Infektionsschutzes während des Verlassens der Einrichtung. Als Dauer des Verlassens sind maximal 6 Stunden täglich ohne anschließende Isolierung möglich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.