Mobilität

Unsere Angebote zur Mobilität dienen der Förderung und Erhaltung von individuellen Fähigkeiten im alltäglichen Geschehen. Aktivierung und Mobilisation zur Erhaltung oder Wiedererlangung der Beweglichkeit sind an den Wünschen und Bedürfnissen unserer BewohnerInnen orientiert. Dieses Prinzip wird ständig bei allen pflegerischen und sozialen Betreuungsmaßnahmen umgesetzt.

Beide Gehirnhälften werden aktiviert

Denken und Bewegung gehören zusammen. In zahlreichen Angeboten der sozialen Betreuung werden daher durch die Kombination von Bewegungsübungen (z.B. Sitztanz) und Erinnerungsleistungen (z.B. Denkaufgaben zur Konzentrationsförderung) beide Gehirnhälften aktiviert, was sowohl die Mobilität als auch die Kognition fördert.

Alle, die bereit und in der Lage sind, das Bett zu verlassen, werden dabei unterstützt. Die BewohnerInnen werden motiviert, die täglichen Mahlzeiten nicht in ihren Zimmern einzunehmen, sondern im gemeinsamen Wohnzimmer, was auf natürliche Weise den Bewegungsradius erweitert. Sind Ressourcen soweit eingeschränkt, dass nur noch kurze Wege oder nur ein Stehen möglich ist, wird ein Training in den Alltag integriert (z.B. Gang zur Toilette, Umsetzen vom Rollstuhl auf eine andere Sitzgelegenheit, Einsatz von Aufstehhilfen). Ist die Förderung der Beweglichkeit und Mobilität nicht in Alltags- oder Gruppensituationen möglich, wird diese als Einzelangebot durchgeführt.

Auch Gruppenangebote sind so ausgerichtet, dass sie auch für RollstuhlfahrerInnen und Menschen mit Gehhilfen geeignet sind. Rollstühle und Gehhilfen werden nach Möglichkeit mit den Ärzten in Zusammenarbeit mit den Sanitätshäusern individuell für die betreffende BewohnerIn ausgesucht und erprobt. Bei kurzfristigem Bedarf und zur Erleichterung der Pflege stellt die Einrichtung entsprechende Hilfsmittel zur Verfügung. Die BewohnerInnen können die Verwendung der Hilfsmittel mit geschulten Mitarbeitenden und Therapeuten üben. Prophylaktische Maßnahmen und Hilfsmittel werden nach den aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen angewendet bzw. eingesetzt.

Bewegungsdrang kann sicher ausgelebt werden

Die Unruhe verwirrter, alter Menschen wird durch gezielte Bewegungs- und Beschäftigungstherapie (z.B. durch die Einbindung in alltägliche Verrichtungen) und durch persönliche Zuwendung aller Mitarbeitenden positiv beeinflusst. Das Gelände ist durch weitgehende Barrierefreiheit so gestaltet, dass dieser Bewegungsdrang sicher ausgelebt werden kann. Ein Dementenschutzsystem sorgt dafür, dass beim Verlassen geschützter Bereiche Begleitung und sichere Rückkehr ermöglicht werden.

Mit dem Bus unterwegs

Die hauseigenen Spezialbusse machen auch RollstuhlfahrerInnen mobil, so dass wir jedes Jahr viele Ausflüge und sogar eine mehrtägige Urlaubsreise mit unseren BewohnerInnen durchführen können.

Direkt vor dem Haupteingang des Ev. Altenheim Lohmar hält die Linie 1 des Bürgerbus Lohmar. So erhalten unsere BewohnerInnen direkten Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr.

Ein Platz zum Leben